


Akute oder chronische Schmerzen an Muskulatur und Gelenken schränken ein; nicht nur den Körper sondern auch die Lebensqualität. Eine muskuläre Mitbeteiligung ist bei vielen, vielleicht allen Erkrankungen des Bewegungsapparates zu erwarten. Insbesondere die Techniken der Triggerpunkttherapie haben sich bei der Behandlung von muskuloskeletalen Schmerzphänomene bewährt: Denn die Muskulatur ist meist ganz maßgeblich an der Entstehung von Schmerzen beteiligt, auch, wenn strukturelle oder organische Defizite wie z.B. Bandscheibenschäden oder Arthrosen vorliegen. Entwickelt wurde die Triggerpunkttherapie in den USA und der Schweiz.
Was sind Triggerpunkte?
Der Mensch besteht zu ca. 40% aus Muskeln. Umgeben von einem dünnen Netz aus Muskelhaut, der Faszie, stützen sie das Skelett: Muskeln und Muskelhaut gemeinsam bilden die sogenannte myofasziale Struktur, die Bewegung erst möglich macht. Gesunde Muskulatur kontrahiert und entspannt sich wieder. An Triggerpunkten tut sie das nicht mehr. Denn Triggerpunkte sind kleine, bindegewebige Verklebungen mit zusätzlichen Verkürzungen in der myofaszialen Struktur. Sie können überall im Bewegungsapparat entstehen.
Die konstante Verspannung des verkürzten Muskels verlangt nach extrem hoher Energiezufuhr. Diese kann jedoch, gerade aufgrund dieser Verspannung, von den feinen Blutgefäßen nicht ausreichend gedeckt werden. Entsprechend kommt es zu einer Mangelversorgung mit Blut und Nährstoffen, die den Muskel in Aufruhr versetzt – er schmerzt. Bleibt eine solche lokale Verkürzung unbehandelt, verhärten sich Muskulatur und umgebendes Gewebe immer mehr. Der Schmerz strahlt aus und bildet neue Triggerpunkte. Ein hochkomplexes Schmerzmuster entsteht.
Wie werden Triggerpunkte lokalisiert und behandelt?
Der Therapeut macht sich ein genaues Bild der Symptomatik:
Der Schmerz muss vom Patienten „wiedererkannt” werden, was in der Regel kurzfristig unangenehm ist. Ist er lokalisiert, wird der Triggerpunkt mit speziellen manuellen Techniken vorsichtig komprimiert, gedehnt und aufgelöst. Das nun empfundene „Wohlweh” ist bereits ein erstes Zeichen der Besserung.
Auch die fokussierte ESWT® hat sich bei der exakten Therapie von Triggerpunkten hervorragend bewährt. Mit dieser Methode kann der Triggerpunkt anhand des individuellen Schmerzempfindens des Patienten sehr präzise lokalisiert und behandelt werden.